Zeitreise ins Jetzt

Den Hinweis auf diesen Text erhielt ich wieder einmal kürzlich – gleich kam er mir bekannt vor, die „Energiesignatur“ der Einleitung. Und als ich den Text selber anklickte, erkannte ich sofort:

DAS ist doch Anfang und Inhaltsbeschreibung des Buches, das Jesus Bauchi Urlauber im Sommer 2015 schrieb!
2020 – DIE NEUE ERDE

2020 – DIE NEUE ERDE

Wer auch immer nun die Ursprungsrechte an dem Text halten mag (vlt. ist Matthias Klück ja Bauchis bürgerlicher Name?) – ich wollte diese inspirierende und zugleich liebenswerte, mutmachende Schilderung des Neuen eh schon längst einmal hier vorstellen und tue es nun mit dem Zitat des folgenden Blogartikels.

DANKE also für den Impuls dazu und den Text, liebe Susanne und
DANKE für den Hinweis, liebe Margarete!

Und wer dabei auf den Geschmack kommt, findet am Ende Weiteres
(oder klickt hier auf die Überschrift).

Übrigens traf ich Bauchi, kurz nach Veröffentlichung seines Buches, Anfang November 2015 das erste Mal in Oberbrunn im Chiemgau… besitze daher sogar ein gewidmetes und signiertes Exemplar seines Buches… 🙂 🙂 später trafen wir uns erneut bei einer Autorenlesung dieses Buches… gemeinsames Frühstück bei Nicola…


Quelle: Susanne Reinhold

„Auch die weitesten Zeitreisen, enden immer wieder in der Gegenwart!“(Helmuth Glaßl)

Wie schnell sich eine Welt – diese Welt – ändern kann, hat uns spätestens das Jahr 2020 gelehrt. In diesem Beitrag teile ich mit Dir eine inspirierende Geschichte von Matthias Klück über eine Zeitreise, die mir Kraft und Mut für den derzeitigen Wandel gibt. In der Zeitreise ins Jetzt, erlebt Nathan, augenblicklich, wie sich die Menschen und die Erde auf seiner Insel verwandelt haben. Vieles, was er schon von großen Denkern kannte, leben die Menschen in dieser Wirklichkeit. Die besten Szenen habe ich deshalb für Dich nachfolgend zusammengestellt. Komme mit und staune…


„Es ist Juli und einer der heißesten Sommer, die wir je hatten. Die Sonne brennt unerbittlich auf unsere Köpfe nieder, doch das stört uns nicht. Ich bin mit ein paar Freunden am Stand, und so dicht am Wasser ist Hitze kein Problem. Sie ist eher eine Einladung, das kühle Nass ein ums andere Mal zu genießen und sich darüber zu freuen, dass wir die Zeit dazu haben. Ein stressfreier Urlaubstag, an dem die Welt in Ordnung scheint, und wir nicht die geringste Lust haben, das anders zu sehen. Ich schaue zu meinen Freunden hinüber, die gerade im Wasser spielen und sichtbar Spaß miteinander haben. „Das Leben rockt!“ denke ich, „wieso kann das nicht immer so sein?“

Ich schließe die Augen und lege mich zurück. „Gib es mir, Sonne… Volle Ladung, bitte!“ Ein Weilchen später öffne ich die Augen wieder, immer noch lächelnd, weil eine kühle Brise meinen Körper streichelt. Ein wenig benommen setze ich mich wieder auf, suche nach meiner Wasserflasche und finde sie nicht. Meine Tasche ist weg! Und nach kurzer Zeit wird mir klar, dass meine Freunde auch nicht mehr da sind. „Toller Witz“ denke ich, und stehe auf. Suchend wandert mein Blick umher und langsam wird mir klar, dass irgendetwas nicht stimmt. Es sind nicht nur meine Freunde nicht mehr da, sondern es ist NIEMAND am Strand. Das ist selbst für diesen Strand, an den wir so gern fahren, weil die Touristen ihn nicht kennen, doch eher ungewöhnlich…

… Ein wenig verzaubert folge ich dem Weg weiter, dann bleibe ich wie angewurzelt stehen. Unweit von mir sehe ich einen Turm, ein Stahlgerüst mit einer Kuppel oben drauf. Ich habe so was schon gesehen, aber nicht in real, sondern in Videos über Tesla-Technologie. Und ich sehe noch etwas. Das alte, halb verfallene Haus, das unweit des Weges stand, als wir hierherkamen, steht, etwa 200 Meter von dem Turm entfernt, gar nicht mehr so verfallen da.

Es sieht toll aus, liebevoll hergerichtet, und es scheint bewohnt zu sein. Die Fensterläden sind geschlossen, doch ich sehe, dass die Terrassentür offensteht und ein weißer Vorhang sich im seichten Wind bewegt. Wie magisch angezogen, doch zögerlich gehe ich auf das Haus zu. Um mich herum blüht das Leben. Überall summen Insekten, zwitschern Vögel, zirpen Grillen wie im Wettstreit. Es ist regelrecht laut, und dennoch ruhig und harmonisch.

Als ich auf der Terrasse stehe und gerade Luft hole um „Hallo“ zu rufen, kommt eine Frau aus dem Haus, sieht mich, und strahlt mich an: „Hey! Schön, dass Du da bist, magst Du eine Limonade mit mir trinken, ich habe gerade welche gemacht?!“ Sie winkt mich einladend zu einem Tisch, auf dem ein paar die Sonne reflektierende Gläser stehen, zu denen sie jetzt die Kanne stellt, die sie in der Hand hält. Verunsichert und neugierig folge ich der Einladung, und setze mich auf einen der Stühle.

„Wie darf ich dich nennen?“ fragt sie mich freundlich und ohne jede Scheu. „Nathan“, sage ich zurückhaltend, und schaue sie das erste Mal direkt an. Sie ist kaum älter als ich, hat schulterlanges braunes Haar und eine Sanftmut in den Augen, die mir die Sprache verschlägt.

Zeitreise ins Jetzt – Nathan lernt Samira kennen

Ich erkenne mich selbst nicht so ganz wieder. Wo ist der charmante Unterton in meiner Stimme, wo meine Wortgewandtheit, wo mein Selbstvertrauen? Normal bin ich nicht schüchtern, aber in diesem Moment, in dieser Situation, würde ich mich am liebsten in einem Mauseloch verkriechen. Was geht hier vor sich? „Hallo, Nathan, es freut mich sehr, dass du heute vorbeigekommen bist.

Die anderen sind alle irgendwo unterwegs, und ich habe schon gedacht ich muss hier allein sitzen und meine Limo genießen. Ich heiße Samira, und es freut mich sehr, dich als Gast zu haben.“ Sie reicht mir ihre Hand und ich erwidere den Gruß. Sie schenkt uns Limo ein und reicht mir ein Glas…

…Vor allem die zweite Jahreshälfte war eine Zeit großen Wandels. Wie das im genauen aussah, erzählen Dir mit Sicherheit in Kürze viele andere, also beschränke ich mich auf das Wesentliche, den Kern, das was sich damals fast schlagartig zu ändern begonnen hat. Die politische Situation spitzte sich damals sehr dramatisch zu, und wir standen vor einem großen Krieg in Europa und der ganzen Welt.

Menschen sind miteinander, Zeitreise ins Jetzt, Geschichte ©Susanne Reinhold

Doch zu viele Menschen hatten damals schon verstanden, dass es keinen Krieg geben wird, wenn wir alle keinen austragen. Immer mehr von uns begannen, die Vorgaben von oben zu ignorieren, und Gehorsam zu verweigern. Das Internet half uns damals dabei, uns grenzübergreifend zu organisieren. So konnten wir uns alle gegenseitig helfen, und so begannen wir, jeder für sich, aber keiner allein, das zu tun, was wir selbst für richtig und sinnvoll hielten. Und es begann auf allen Ebenen gleichzeitig.

Eltern und Kinder taten sich zusammen und ließen die Schulpflicht einfach links liegen, viele gingen nicht mehr zur Arbeit, die Parks und Wälder waren auf einmal viel interessanter, die Lebewesen uns herum gewannen wieder an persönlicher Bedeutung, wo wir vorher in persönlicher Abhängigkeit voneinander lebten, und das Wesen unserer Mitmenschen und vor allem der Tiere überhaupt nicht mehr wahrnehmen konnten.

Zeitreise ins Jetzt – Das System fällt

Mieter zahlten ihre Mieten nicht mehr, wodurch Vermieter nichts mehr an die Banken zurückgeben konnten. Hochrangige Banker kündigten ihre Jobs und zeigten sich solidarisch, selbst Politiker sagten auf einmal Dinge, mit denen sie sich auch identifizieren konnten, und traten von ihren Ämtern zurück. Um es bildlich auszudrücken, haben die Menschen die Hierarchie-Pyramide einstürzen lassen.

Es kam zu Unruhen, aber die waren nicht wirklich größer als die Unruhen davor. Sie wurden kompensiert durch eine Ruhe, die auf einmal möglich war, weil immer weniger von uns dem Dauerstress des damaligen Systems ausgesetzt waren.

Die gewonnene Zeit nutzten wir, um uns weltweit zu vernetzen mit allen, über Alternativen auszutauschen, und wir hatten schnell herausgefunden, wie wir uns miteinander wesentlich besser helfen konnten als gegeneinander. Es mangelte ja tatsächlich an nichts, es war nur alles nicht verfügbar, und durch das Regiment über das Geld sehr ungerecht verteilt.

Irgendwann kamen dann auch die Mainstream-Medien nicht mehr umhin, sich anzupassen. Das bis dahin explizit Problemorientierte Programm verschwand und machte Platz für wirklich inspirierende Lösungsansätze. Und noch etwas sehr Entscheidendes änderte sich: Wir hörten fast automatisch auf, uns übereinander zu erheben und andere zu erniedrigen…

… Also lebte es sich bereits gegen Jahresende für sehr viele Menschen sehr viel lebenswerter, weil SIE SELBST damit begannen, sich anders zu verhalten. Sie begannen, im Gegenüber das Schöne und Gute zu beachten, und bekamen auf einmal selbst wieder Spaß am Leben, weil sie auf einmal keine von ihnen gestressten Menschen mehr um sich hatten, sondern Mitmenschen, die sich in ihrer Gegenwart jetzt viel wohler fühlten. Und auch begannen, mehr zu loben als zu tadeln. Es war ja auch nicht wirklich schwer.

Zeitreise ins Jetzt – Alles nur geträumt?

Und so griff es wie ein Virus um sich. Vor allem, als gegen Ende des Jahres die Medien umschwenkten. Und so geschah etwas, was sich die wenigsten bis dahin vorstellen konnten: Wir bekamen wieder Zugang zueinander.“ Fasziniert höre ich zu. Ich MUSS träumen! Das kann doch nicht real sein. Zwischendurch kneife ich mir sogar heimlich in den Arm, und zucke ein wenig zusammen, weil es weh tut…

…Wir sehen überall um uns herum, dass ALLES was ist von Bewusstsein zusammengehalten wird. Und wir stehen immer bewusster mit dem in Kontakt, was nicht zur Erde dazu gezählt wird, und zwar über das Innernet, zu dem gerade immer mehr Menschen Zugang finden.“ Er erhascht meinen fragenden Blick und fährt gleich fort: „Alles ist mit allem verbunden. Trennung existiert nicht. Das war nur ein Teil unserer Einbildung, wie ALLES was wir wahrnehmen genaugenommen Einbildung ist. Weil wir eben alles IN uns wahrnehmen. Und IN UNS finden wir auch den Zugang zu allem…

Menschen und Tiere sind freundlich miteinander ©Susanne Reinhold

Zeitreise ins Jetzt – Miteinander

…Die Menschen haben sich geändert. Sagen wir, wir sind jetzt alle wesentlich freundlicher zueinander. Die Erde ist ein sehr familiärer Ort geworden. Du wirst es auch an den Tieren sehen. Der Energie-Umschwung ist auch an ihnen nicht vorbeigegangen. Sie sind viel zutraulicher geworden, vielleicht, weil sie heute nicht mehr so gedankenlos gegessen werden, wenn überhaupt noch.

Du findest heute keine Zäune mehr, weil alles von allen genutzt wird. Das war auch ein wesentlicher Punkt, der sich ohne dass irgendwer irgendetwas hätte bestimmen müssen einfach geändert hat. Das Besitz-Denken ist verschwunden. Keiner hat mehr Angst, man könne ihm etwas wegnehmen. Weil ja jeder alles hat was er braucht. Weil ja alles da ist. Nur eben jetzt frei verfügbar.“

„Und die Mächtigen haben das einfach mit sich machen lassen?“ Grinsende Gesichter schauen mich an. „Die Mächtigen…“ sagt Manuel. „Wer hat denn Deiner Meinung nach MACHT?“ „Naja, du weißt schon. die Regierungen, die Konzerne, die sie stellen, die Banken, die Spitze der Pyramide eben.“ „Ich habe ja eben schon gesagt, dass wir durch den Entzug von blindem Gehorsam die Pyramide haben einstürzen lassen“ erklärt mir Samira.

Zeitreise ins Jetzt – Alles ist Möglich

„Die angeblich Mächtigen konnten aus einem ganz bestimmten Grund nicht das geringste dagegen tun: Weil sie eben KEINE Macht hatten, jedenfalls keinen Funken mehr als jeder andere.

Als uns klar wurde, dass WIR, jeder einzelne von uns, inklusive den Mächtigen MACHT haben, und durch diese unsere Macht ALLES passiert, was passiert, und irgendwer über irgendwen nur Macht ausüben kann, wenn der andere es zulässt, und genau diese Wirkung hat Gehorsam, und dadurch diese ganzen hässlichen Dinge passierten wie Kriege und Hungersnöte, nahmen wir uns Stück für Stück unsere Macht wieder zurück, indem wir anfingen das zu MACHEN was wir selbst für sinnvoll befinden, und uns ebenseitig dabei halfen, flog diese lang gehegte Illusion auf, und hatte keine Wirkung mehr. Das war wahrscheinlich das Wesentlichste, was für Änderung gesorgt hat. Das hat uns unseren Handlungsfreiraum zurückgegeben, eben unsere Macht.

Stück für Stück wurde uns immer bewusster, was wir den ganzen Tag übertun, und welche Wirkung es hat. Wir sahen wie viel von dem was wir täglich tun uns tatsächlich schadet, und als es uns bewusstwurde, hörten wir fast von allein damit auf. Ich finde bis heute erstaunlich, dass ich kaum jemanden kenne der behaupten würde, er hätte in dieser ganzen Zeit irgendetwas getan, das übermenschlich oder übernatürlich gewesen wäre.

Zeitreise ins Jetzt – Nathan trifft Manuel

Alles wurde auf einmal machbar, und als wir anfingen uns ein neues Verhalten anzugewöhnen wurden wir ganz von allein immer besser darin. Das Leben machte einfach auf einmal wieder Spaß, und allein das war für viele etwas regelrecht Neues, das Lust auf mehr machte.“ „Ihr wollt mir also erzählen, dass es heute kein Verbrechen, keinen Hunger, keinen Hass oder Krieg mehr gibt?“ frage ich ungläubig.

„Zumindest verschwindend gering“ sagt Manuel. „Aber es gibt keine Polizei mehr, keine Gefängnisse, Anwälte oder Richter. Jeder macht mal Fehler, aber statt zu strafen interessieren wir uns heute dafür und sind dankbar für die Informationen die uns helfen, solcherlei Dinge die den allgemeinen Frieden stören künftig schon im Ansatz erkennen zu können und denen die gerade im Begriff sind, einen Fehler zu machen zu helfen ihn nicht mehr zu machen.

Dazu brauchen wir aber keine Gewalt mehr. Wir haben Verständnis. Diese Informationen landeten früher unter Verschluss in den Gefängnissen. Das ist eine große Bereicherung.“ …

Blumenfeld ©Susanne Reinhold

Zeitreise ins Jetzt – Permakultur

… Wo ich karges verdorrtes, ungenutztes Ackerland in Erinnerung hatte, liegen jetzt Wiesen oder Felder, die allerdings scheinbar alles Mögliche wachsen lassen. Und Wälder, tatsächlich Wälder! Ich habe vor meiner Zeitreise (langsam fange ich an, den Gedanken zu akzeptieren) schon selbst ein großes Interesse an Permakultur gehabt, und mich selbst ein wenig darin versucht, aber nie hätte ich gedacht, dass man eine Insel in nur fünf Jahren mit Wäldern bestücken kann..

…“Ja, weil die Bestrahlung eben den Gen Code der Pflanzen zurücksetzt. Deswegen heißt er so. Man fand heraus, das bestrahlte Samen Versionen von Pflanzen wachsen ließen, die man aus Fossilienfunden kannte. Daher der Name ‚Urzeit-Code‘. Und anscheinend war es egal, ob die Mutation des Samens nun auf natürliche Weise stattgefunden hat oder durch ein Genlabor.

Die Bestrahlung setzt jeden Samen auf diesen Gen Code zurück, der vor Jahrmillionen aktiv war. Schau mal, ich zeig dir was.“Er bremst den Wagen, fährt ihn rechts ran und bedeutet mir mit einem Winken, auszusteigen und ihm zu folgen. Ein paar Meter weiter stehen wir vor einem Feld.

Zeitreise ins Jetzt – Alles ist Reichlich vorhanden

Erst als ich genau hinschaue fällt es mir überhaupt auf: WAS für Pflanzen stehen hier! Und als will er es mir gleich bestätigen, deutet er auf eine Maispflanze. „Was siehst du hier?“ fragt er mich. „Na, keine Frage. Das ist Mais. Aber nicht ein Strang mit 5 Kolben, sondern 2,3,4,5 Stränge mit je…wie viel… 10 Kolben?! Wie ist das möglich?“ Er antwortet nicht, sondern bricht einen Kolben ab und reicht ihn mir. „Probiere mal, 2-3-4“ äfft er Balu aus dem Dschungelbuch nach und grinst von einem Ohr zum anderen.

Ich schäle die Blätter ab und beiße in den Rohen Mais. „Leck mich“ entfährt es meinem vollen Mund, und gleich darauf, sehr kleinlaut „Entschuldigung“. Er kringelt sich vor Lachen und sagt: „Mach dir nichts draus. Begeisterung lässt einem manchmal, sämtliche Formen und Sitten vergessen. Schmeckt?“ Ja, schmeckt! Und zwar nicht so wie ich es kenne, verwässert und irgendwie nach Mais, sondern nach MAIS. Aber so richtig!

Ich kann nicht anders, ich beiße nochmal ab (wirklich, ich beiße hinein wie in einen Apfel, in diesen Monster-Maiskolben) kaue, und beiße nochmal. So stand ich mal mit meinem Großvater als Kind unter einem Apfelbaum, den er mir damals zeigen musste, weil er besonders tolle Äpfel trug. „Das muss aber unter uns bleiben, sonst bleibt nicht viel für uns übrig“, sagte er damals. Hier scheint kein Mangel zu herrschen, und auch Manuel, angesteckt von meinem Genuss bricht sich einen Kolben ab und beißt herzhaft hinein.

„Und das ist alles Gemeingut hier?“ will ich kauend wissen. „Alles, soweit das Auge reicht, hinter den Horizont, einmal um den Planeten bis da vorne“ er dreht sich um und deutet auf das Feld auf der anderen Straßenseite. „Erklärt das schon mal, warum es auf der Erde keinen Hunger mehr gibt?“ fragt er grinsend. Ich antworte mit einem Nicken, und kann’s nicht fassen. „Willkommen im Garten Eden“, sagt mein neuer Freund und wirft die angefutterten Reste seines Maiskolbens ins Feld zurück…

Zeitreise ins Jetzt – Weg mit den Dogmen

…Ich würde sagen, jeder hat heute seine eigene Religion, und wir haben aufgehört, uns wegen Religionen in Kriegen zu töten oder uns deswegen überhaupt noch zu streiten. Irgendwie interessierten sie keinen mehr, als uns klar wurde, dass sie uns ALLE belogen haben. Und wir durch ihre Dogmen weder zu Gott noch zu uns selbst Zugang hatten. Die Suche nach Gott war genauso alt wie die Suche nach uns selbst, und als wir den Blick nach innen richten konnten, fanden wir sehr schnell heraus, dass wir alle aufeinander angewiesen und miteinander verbunden sind.

Mit allem was ist. Jemals war, jemals sein wird. Und erlangten einen Blick auf das Ganze, und uns wurde klar wonach wir da gesucht hatten, dass wir mit allen möglichen Namen versuchten zu beschreiben. Und versanken in tiefer Demut. Wohltuender Demut, die von INNEN kam, und nichts mit Demütigung zu tun hatte, wie wir es von den Religionen kannten…

…Den Dogmen der Religionen zufolge durfte man genau das aber nicht denken. Gott und Mensch MUSSTEN etwas Getrenntes sein, damit die Menschen sich vor allem eins nicht fühlen: PERFEKT. Als Schöpfer und Kreatoren all dessen was sie nur wahrnehmen können. Schau dir die Welt einfach mal eine Weile aus dieser Perspektive an, und guck was du mit dem anfangen kannst was du dann siehst.

Zeitreise ins Jetzt – Einfach Dankbar

Und wenn sie Dir nichts bringt, kannst Du sie jederzeit eintauschen gegen jedwede andere, die dir über den Weg läuft. Früher hatten wir Religionsfreiheit, heute praktizieren wir sie“, fügt er lachend hinzu. Ich kann mir nicht helfen, aber in diesem Moment bin ich erfüllt von Liebe. Für Manuel, für Samira, für den Mais, für dieses lautlose Auto, für die Menschen die uns entgegenkommen, für die Möwe am Strand, die mir den Weg zu weisen schien. Auf einmal fühle ich mich mit allem davon verbunden. Ja, EINS! Seine Worte bewegen etwas in mir, das sich anfühlt als habe es viel zu lange schon festgehangen…

Jeder ist selbstständig, Handwerk ©Susanne Reinhold

…“Stell es dir so vor, als sei heute einfach jeder selbständig. So ist es im Grunde genommen auch, nur, dass niemand mehr ein Gewerbe anmelden muss. Bei wem auch? Es läuft heute ein wenig anders. Jeder geht heute dem nach, was ihn interessiert. Das hat den Vorteil, dass man sich dem was man tut mit Freude und Begeisterung widmen kann. Durch das Interesse lernt man dabei sehr schnell dazu, und wird immer besser.

Zeitreise ins Jetzt – Zurück zum Ursprung

Spielen und lernen sind ein und das selbe. Bei Tieren sieht man es noch am deutlichsten, bei Menschen ist das nicht anders. Wir sind optimiert fürs lernen, wir kommen schon optimiert fürs Lernen auf die Welt. Der Spieltrieb, die Freude, die Begeisterung an etwas lassen uns schnell und effektiv lernen. Logisches Nebenprodukt des Spielens sind unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten, unsere Kompetenz….

…“Das bedeutet, Eure Kinder können sich heute einfach frei entfalten, und müssen nicht mehr zur Schule gehen? Ich kann mir das nur sehr schwer vorstellen.” “Das glaub ich Dir gern, aber es ist so. Es gibt zwar die alten Schulgebäude noch, aber sie werden heute in unterschiedlichsten Arten und Weisen genutzt, vor allem aber wird niemand mehr gezwungen, dorthin zu gehen.

Als die Menschen merkten, dass sie ihre Kinder wie selbstverständlich täglich in die Schulen zwangen um sie dort über Jahre geistig wie körperlich vergewaltigen zu lassen -ja, jemanden zu zwingen, sich über Stunden still auf einen Stuhl zu setzen hat weitaus größere Auswirkungen auf sein Leben als uns das damals klar war- fingen sie an, nach Alternativen zu suchen. André Stern konnte damals vor allem deswegen so inspirierend sein, weil die Menschen um ihn herum bereits begonnen hatten, sich für Alternativen zu interessieren.”

Zeitreise ins Jetzt – Im Leben lernen

“Wie lernen Eure Kinder dann heute? Wie kann ich mir das vorstellen?” “Ich würde sagen sie lernen einfach, indem sie leben. Du kannst nicht leben ohne zu lernen, das ging noch nicht mal mit Schule. Der Unterschied zwischen damals und heute liegt darin, dass sich jeder selbst aussuchen darf, was ihn interessiert und was er lernen möchte. Und das tut er dann mit denen, die sich für das gleiche interessieren.

Wir nennen es die Universität des Lebens. Du immatrikulierst mit Deiner Geburt, und bist sofort Schüler/Student und Lehrer/Professor von allen und für alle. Jeder kann von Dir lernen, wenn er möchte, und Du kannst von jedem lernen, wenn Du möchtest. Das war letztlich nie anders, aber durch die Schulen wurde das völlig ausgeblendet. Was außerhalb der Schule gelernt wurde hatte fast minderwertigen Stellenwert.

Dafür bekamst du keine Bescheinigungen, und es war fast egal wie gut du in etwas außerschulisch geworden bist – hattest du keinen Schein, konntest Du es selten anwenden um deinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten.

Zeitreise ins Jetzt – Echtes Verständnis

Wo ich diese Worte gerade benutze fällt mir auf wie veraltet sie sind, und wie lange ich sie selbst nicht mehr benutzt habe. ‚Lebensunterhalt bestreiten‘. Heute muss niemand mehr etwas bestreiten, und die Grundlagen zum Leben (nicht nur zum Überleben) sind für jeden wie selbstverständlich gegeben.”…

…Alles lädt dazu ein, es sich bei ausreichendem Interesse mal genauer anzuschauen. Und dann haben wir Zugang zu etwas, was wir früher kaum kannten: echtem Verständnis…

Jetzt ist der Moment, Augenblick genießen ©Susanne Reinhold

Zeitreise ins Jetzt – Du bist dran!

Jetzt ist der Moment, der Veränderung! Gestalte sie mit. Sei Du Selbst! Alles Liebe ~ Susanne

Webseite von Susanne Reinhold: Reinweiß
TELEGRAM-Kanal von Susanne Reinhold


Jesus Bauchi Urlauber
2020 – Die Neue Erde
Ein Erlebnisbericht

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