Die Spinne verfängt sich im eigenen Netz

Eine Zen-Geschichte, ein berühmtes Gleichnis aus alter Zeit:

Einst begab sich ein Mann auf Reisen und gelangte rein zufällig ins Paradies. In alten Vorstellungen vom Paradies gibt es Bäume, die Wünsche erfüllen.

Man setzt sich einfach unter sie, wünscht sich etwas, und sofort wird es erfüllt – zwischen Wunsch und Erfüllung vergeht keine Zeit.

Der Mann war müde, und so schlief er unter dem Wunschbaum ein. Als er aufwachte, war er sehr hungrig, also sagte er: „Ich bin hungrig. Ich wünschte, ich könnte von irgendwoher etwas zu essen bekommen.“ Und sogleich tauchten Speisen aus dem Nichts auf – sie schwebten einfach durch die Luft heran, köstliche Speisen.

Er war so hungrig, dass er nicht erst lange fragte, wo das Essen herkam . Er begann sofort zu essen, und das Essen war  köstlich… Als sein Hunger gestillt war, schaute er sich um. Er fühlte sich nun gesättigt.

Da stieg ein anderer Gedanke in ihm auf: „Wenn ich nur was zu trinken bekommen könnte… und im Paradies gibt es noch kein Alkoholverbot; sofort erschien köstlicher Wein.

Während er so in der kühlen Brise im Schatten des Wunschbaumes in aller Ruhe seinen Wein trank, fing er endlich an, sich zu wundern. „Was geht hier vor? Was ist hier los? Träume ich, oder gibt es hier Geister, die ihren Schabernack mit mir treiben?“…

Und schon tauchten Geister auf. Und sie waren wild, grausig und ekelerregend. Da begann er zu zittern, und plötzlich kam ihm der Gedanke. „Ich bin sicher, dass ich nun ( Corona bekommen und  :))) ) sterben muss…“

Und er starb.

Nacherzählt im Buch „Take it easy“.

Diese Geschichte ist ein uraltes Gleichnis, und sie ist TIEFGRÜNDIG.

Unser Kopf ist dieser wunscherfüllende Baum…
Was wir auch denken, es wird früher oder später in Erfüllung gehen.

Manchmal ist der Zwischenraum zu groß, und wir wissen nichts mehr von unserem Wunsch,  deshalb erkennen wir die Verbindung zur Ursache nicht mehr.
Wer jedoch tiefer schaut, wird feststellen, dass es seine Gedanken sind, die ihn und sein Leben erzeugen…

Sie erzeugen seine Hölle, sie erzeugen seinen Himmel. Sie erzeugen sein Unglück, sie erzeugen seine Freude. Sie erzeugen das Negative, sie erzeugen das Positive.

Jeder hier ist ein Magier. und jeder spinnt und webt um sich herum eine magische Welt… und ist dann darin verstrickt. Die Spinne verfängt sich in ihrem eigenen Netz.

Niemand peinigt uns, außer wir uns selbst. Und sobald dies erst einmal verstanden ist, verändern sich die Dinge. Dann können wir die Sache umkehren, können unsere Hölle in den Himmel verwandeln; Wir brauchen  sie nur aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Die ganze Verantwortung gehört uns alleine.

Wenn man Verantwortung für das Entstehen des eigenen Unglücks übernimmt, ebenso wie für seine Freude, für Himmel und Hölle fängt alles an, sich zu verändern.

Man muss nur offen sein für neue Möglichkeiten und schon nimmt das eigene Leben eine andere Wendung.

Angela

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