Auf zu neuen Ufern

Was haben wir uns behaglich in unserer Komfortzone eingerichtet! Alles ist so gemütlich. bequem und vertraut – warum sollten wir uns da einer Gefahr aussetzen? Angst vor dem Versagen, vor dem Neuen, dem Ungewohnten lähmt uns und wir drehen uns im Kreise.

Es ist so herrlich bequem, bei dem zu bleiben, was man schon kennt. Sofort hat man alles unter Kontrolle.

Wo ist unsere Freude am Abenteuer geblieben? Wir haben sie für ein wenig Sicherheit eingetauscht. Wir haben sie weggesperrt, um Stürze und Enttäuschungen zu vermeiden.

Doch das ist kein LEBEN, es bedeutet Stillstand,- und Stillstand bedeutet Rückschritt, nicht nur in der Technik und beim Sport, sondern vor allem in der persönlichen Weiterentwicklung. Das Leben strebt immer  nach neuen Erfahrungen, neuen Kenntnissen, neuen Verhaltensweisen.

Unsere Komfortzone ist beeindruckend gut darin,  Argumente zu liefern, die das Ego braucht, um weiterhin nichts zu tun. Sie fangen alle mit dem Satz an : “ Ach, es ging nicht, weil…….. “  Und dann sagen wir uns vielleicht: „Wir wollen es später nochmal versuchen“… Aber das geschieht nie, damit entsteht nur eine Hintertür, durch die man wieder in seine Komfortzone zurückkehren kann.

Wann immer man in seinem Leben etwas verändern will, fordert einen das Leben aus der Komfortzone heraus. Zuerst nimmt das Gefühl des Unbehagens zu. Plötzlich fallen einem all die Warnungen ein, die man von anderen gehört hat und die Angst vor dem Neuen steigt.. Da standhaft zu bleiben , mit großen Schritten auf etwas Unbekanntes zuzugehen , wird einen aus der Masse derjenigen, die ihre Komfortzone nie verlassen, herausheben. Eines Tages kann man überhaupt nicht mehr verstehen, warum man sich so viel Sorgen gemacht hat.

Indem man sich seinen Ängsten stellt und Neues ausprobiert, steigt der eigene Energielevel und der Alltag wird wieder bunt und interessant.

Man kann so vieles tun, wichtig ist, dass man jeden Tag ins Handeln kommt . Das können viele kleine oder auch größere Schritte sein, z.B. indem man früher als gewohnt, aufsteht, seine Ernährung umstellt, völlig fremde Menschen anspricht, sich ein neues Hobby zulegt, eine neue Sprache lernt, im Schwimmbad vom 5 m Turm springt und vieles mehr….

Wir sind z.B. elfmal in unserem Leben umgezogen, nicht, weil uns das alte Haus oder die Wohnung nicht mehr gefielen , sondern einfach aus reiner Lust am Abenteuer, am Neuen, am Unbekannten. Und – obwohl man sich das kaum vorstellen kann, – es wurde immer NOCH schöner.

Große Fernreisen befanden sich nicht in meinem Lebensplan, aber einige Jahre lang, als mein Mann noch berufstätig war und ich meine Firma in guten Händen wusste, bin ich mit unserem Schäferhund allein losgefahren und habe viele Gebiete in Norddeutschland erkundet. Habe im Zelt allein trotz eines anfangs mulmigen Gefühls auf Wiesen geschlafen und am Waldesrand mit dem Campingkocher meine Mahlzeiten gebrutzelt. Auch bin ich trotz großer Höhenangst vom 5 m Brett im Schwimmbad gesprungen und war hinterher stolz wie ein König.

Die Herausforderung kann für jeden Menschen anders ausfallen, doch eines kann ich garantieren, wenn man sich von seiner Angst vor dem Neuen befreit, werden Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen steigen und das Leben wird wieder lebenswert.

A n g e l a

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Ein Gedanke zu „Auf zu neuen Ufern“

  1. Liebe Angela,
    wie ich es so oft empfinde bei Deinen Texten: Wieder einmal hast Du wohl formuliert ein Thema eingefangen, das aus meiner Sicht für VIELE derzeit mehr und mehr unbequem wird, Druck aufbaut… im Inneren wie im Äußeren… auf dass sie damit beginnen, sich aus IHRER Komfortzone des Stillstands heraus zu bewegen…
    🙂
    DANKE Dir für den Beitrag!

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